Die wahren Helden des Tages...

...sind wieder einmal meine Volontäre. Sie arbeiten und arbeiten und stehen mir zur Seite...

Mein Tag begann mit einer Geldübergabe für jenen Mann, denn wir dafür danken müssen, dass wir mobil sein können und für eine geringe Monatsgebühr von ca. 400 Euro sein Pickup benutzen dürfen. Selbst ist sein Haus zerstört worden und sein Einkommen ist derzeit auf Null reduziert, da es derzeit auch keine Aufträge gibt für ihn Aufgrund des Erdbebens. Deshalb freute er sich mehr um diesen Betrag, damit er sein zu Hause und seine Familie nähren kann. Ich sehe jeden Tag wirklich fette Jeeps und pickups vom allerfeinsten von Organisationen hier durchfahren, die eine riesen Stange Geld kosten. Nepal hat auf KFZ 210%!!!! Steuern und ein indischer Pickup Mahendra kostet bereits 64tsd Euro, wieviel sollte dann ein Hilux kosten??? dieser Typus ist Standart eben von Organisationen .... hmmmmm

Naja bei uns gings halt gleich mal wieder hart zur Sache, die Verschalung wurde geliefert aber Arjun, unser Baumeister hat derzeit kein Personal, da alle auf unseren Baustellen aktiv sind. Somit mussten wir selbst anpacken und die schweren Holzteile rauf in unserer Schule bringen. Diese benötigen wir, um den obersten Stockwerk eine Art erdbebensichere Konstruktion zu verpassen, erst dann können wir unsere Schule wieder voll in Betrieb nehmen. Wir erhielten zwar von der Regierung den grünen Sticker, dass soviel bedeutet, dass unsere Schule sicher ist, aber dennoch stehen im obersten Stockwerk Säulen und Wände frei, die ich gerne mit einem betonierten Sicherheitsring verbinden möchte, damit es zu keine unerwarteten Unfällen kommt.
Und hier sieht man die Volontäre hart arbeiten und es kostete uns beinahe 4 Stunden die Prügeln rauf zu tragen.
Danach gings weiter nach Utiki und Simpani. Diese Orte sind nicht sehr weit entfernt von uns und gehört zur selben Distrikt. Aber dennoch ist hier in diesen Tälern eine ganz andere Stimmung und auch Landschaftlich ungewöhnlich. Aber hier sieht es nicht besser aus, 80% zerstört und die Bilder sind wie immer die selbigen.
Heute waren wir daran, sinnvoll die Zelte aus Finnland für die betroffenen Familien zu verteilen und aufzubauen und diese Arbeit erwies sich als sehr schwierig, nachdem bereits ein Monat verging und viele Familien und Kommunen schon begonnen haben, ihre eigenen Schelter mit der Hilfe von 15tsd Rupies, ca 125 Euro aus dem Erdbeben Fond der Regierung zu errichten.
Aber wie es scheint, ist in diese Region noch niemand vorgedrungen, da noch immer behelfsmäßig lehre Reissäcke und Plastikplanen mit ein paar Restln von ihrem zerstörten Hab und Gut eine annähernde Unterkunft errichtet wurde. Leider wirklich nur behelfsmäßig und viele Familien klagten über ständige heftige Regenschauer die ihr ETWAS durchflutet.
Also errichteten wir Iglos, wo wir Platz fanden.
Am Ende konnten wir 9 Familien ins Trockene bringen und werden morgen weiter in dieses Tal vordringen.
Soweit so gut, leider fand ich die Stimmung sehr traurig, denn an einer Stelle kamen wir den heiligen Bagmati Fluss sehr nahe, aber das Bild erinnerte mich eher an ein Holy Sh...
Vor allem hier in Nepal, wo es kein Waste Managment gibt, wird die Natur schwerstens geschändet, bis...ja wer weiß bis es halt nimma mehr geht. Und leider gibt es keine Möglichkeit hier Fuß zu fassen...wäre schon vor Jahren einer meiner Projekte gewesen, doch leider wird dieses "Geschäft" von der Regierung Monopolisiert und wer weiß wann, kann hier Heilung entstehen...betet mit mir, dass es einen Ruck geben wird...den wir ja schon hatten mehrfach, aber manchmal denk ich mir...reicht dies um zu ERWACHEN????